Gebackene Mini-Gemüse-Samosas mit Mango-Chutney
Es gibt Gerichte, die besonders gut als Teil eines größeren Menüs funktionieren. Diese gebackenen Mini-Gemüse-Samosas waren bei uns die Vorspeise und wurden mit unserem hausgemachten Mango-Chutney serviert.
Ich wollte eine etwas leichtere Variante als klassisch frittierte Samosas, deshalb habe ich sie im Ofen gebacken. Die Füllung ist einfach, aber aromatisch: Kartoffeln, Erbsen, Zwiebel, Kreuzkümmel, Kurkuma und Garam Masala.
Heiß und knusprig serviert, mit etwas Mango-Chutney daneben, eignen sie sich wunderbar als Vorspeise oder Fingerfood.
Gebackene Mini-Gemüse-Samosas
Menge: etwa 10–12 Mini-Samosas
Portionen: 2 Personen als großzügige Vorspeise oder 4 Personen als Fingerfood
Schwierigkeit: mittel
Vorbereitung: ca. 25 Minuten
Backzeit: 15–18 Minuten
Gesamtzeit: ca. 45 Minuten
Zutaten
- 3–4 große Blätter Filoteig, Yufka, Samosa-Teig oder dünner Frühlingsrollenteig, je nach Größe
- 150 g Kartoffeln
- 70 g TK-Erbsen
- 40 g Zwiebel
- ½ TL gemahlener Kreuzkümmel
- ¼ TL Kurkuma
- ¼ TL Garam Masala
- 1 Prise Chili, optional
- ca. ½ TL Salz
- Schwarzer Pfeffer nach Geschmack
- 1 TL Zitronensaft
- 1 EL Öl
- Etwas zusätzliches Öl zum Bestreichen
- Hausgemachtes Mango-Chutney zum Servieren
Welchen Teig verwenden und wo findet man ihn?
Filoteig / Filo pastry / phyllo dough
Filoteig ist die international am einfachsten zu empfehlende Variante. Er ist sehr dünn und wird beim Backen leicht und knusprig.
- Deutschland: Filoteig oder Filo-Teig.
- Lateinamerika: masa filo, pasta filo oder phyllo dough.
- USA: phyllo dough oder filo dough.
- Großbritannien: filo pastry.
Meist findet man ihn in größeren Supermärkten im Kühl- oder Tiefkühlregal sowie in mediterranen, griechischen, türkischen oder internationalen Lebensmittelgeschäften.
Yufka / Yufka-Teig
Yufka ist etwas dicker und flexibler als Filoteig und lässt sich deshalb leichter falten und reißt weniger schnell.
- Deutschland: Yufka-Teig oder Yufkablätter, besonders in türkischen Supermärkten.
- Lateinamerika: weniger verbreitet, meist in türkischen oder nahöstlichen Spezialgeschäften.
- USA: Turkish yufka oder yufka sheets.
- Großbritannien: yufka pastry oder yufka sheets.
Wenn du keinen Yufka findest, funktioniert Filoteig sehr gut.
Spezielle Samosa-Blätter
Wenn du sie findest, sind sie eine sehr gute Wahl. Sie können unter folgenden Namen verkauft werden:
- Samosa pastry
- Samosa sheets
- Samosa patti
- Samosa wrappers
In den USA und Großbritannien findet man sie häufig in indischen, pakistanischen oder asiatischen Supermärkten. In Lateinamerika eher in asiatischen oder internationalen Geschäften.
Frühlingsrollenteig / spring roll pastry
Dünne, flexible Frühlingsrollenblätter funktionieren ebenfalls gut. Sie sind nicht identisch mit Samosa-Teig, ergeben aber knusprige Dreiecke.
Blätterteig / puff pastry
Blätterteig kann im Notfall verwendet werden, aber das Ergebnis wird deutlich dicker, buttriger und weniger typisch für Samosas.
Meine Empfehlung: zuerst Filoteig, danach Samosa-Blätter, dünner Frühlingsrollenteig oder Yufka. Blätterteig nur als Notlösung.
Vor dem Start
Filoteig trocknet sehr schnell aus. Decke die Blätter, die du gerade nicht verwendest, mit einem sauberen, leicht feuchten Tuch ab.
Die genaue Anzahl der Blätter hängt stark von ihrer Größe ab. Entscheidend ist, Streifen von etwa 8–10 cm Breite zu schneiden und die Füllung vollständig aufzubrauchen.
Zubereitung Schritt für Schritt
1. Kartoffeln kochen
Kartoffeln schälen, in kleine Würfel schneiden und in leicht gesalzenem Wasser etwa 8–10 Minuten garen. Sie sollen weich sein, aber nicht zerfallen. Abgießen und beiseitestellen.
2. Zwiebel und Gewürze
1 EL Öl in einer Pfanne erhitzen. Die 40 g fein gehackte Zwiebel bei mittlerer Hitze 3–4 Minuten weich dünsten.
Kreuzkümmel, Kurkuma, Garam Masala und optional Chili zugeben und etwa 30 Sekunden unter Rühren anrösten.
3. Kartoffeln und Erbsen zugeben
Kartoffeln, 70 g Erbsen, Salz und Pfeffer hinzufügen und 3–4 Minuten weitergaren.
Einen Teil der Kartoffeln leicht zerdrücken, aber einige Stücke ganz lassen. Die Füllung soll zusammenhalten, aber kein Püree werden.
4. Füllung abschmecken
1 TL Zitronensaft unterrühren. Abschmecken und bei Bedarf nachsalzen. Vom Herd nehmen und kurz abkühlen lassen.
Mini-Samosas formen
Den Teig in etwa 8–10 cm breite Streifen schneiden.
Jeden Streifen sehr leicht mit Öl bestreichen. Etwa 1 EL Füllung an ein Ende setzen.
Zu einem Dreieck falten und den Streifen immer weiter dreieckig übereinanderschlagen, bis das Ende erreicht ist.
So lange wiederholen, bis die Füllung verbraucht ist. Je nach Größe und Füllmenge entstehen etwa 10–12 Mini-Samosas.
Nicht zu voll füllen, damit sie beim Backen nicht aufplatzen.
Backen
Den Ofen auf 185 °C Umluft oder 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Die Samosas auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, leicht mit Öl bestreichen und 15–18 Minuten goldbraun und knusprig backen.
Servieren
Ich serviere sie frisch aus dem Ofen mit hausgemachtem Mango-Chutney in einer kleinen Schale daneben.
So bleiben die Samosas knusprig und jeder kann selbst entscheiden, wie viel Chutney er möchte.
Die Menge ergibt ungefähr 12 Mini-Samosas. Für zwei Personen passen 3–4 Stück pro Person gut als Vorspeise; alternativ reichen sie als Fingerfood für vier Personen.
Die perfekte Begleitung: Mango-Chutney
Diese Samosas waren eine der ersten Möglichkeiten, unser selbst gemachtes Mango-Chutney zu verwenden.
Der Kontrast funktioniert besonders gut: heiße, knusprige Samosa, weiche würzige Füllung und fruchtig-süß-säuerliches Chutney.
Zum Rezept für hausgemachtes Mango-Chutney
Tipps aus meiner Küche
- Die Samosas nicht überfüllen.
- Filoteig während der Arbeit immer abdecken.
- Ist die Füllung zu heiß, kann der Teig weich werden oder reißen.
- Die Füllung kann im Voraus zubereitet und gekühlt werden.
- Mango-Chutney kalt oder leicht temperiert servieren.
- Backen ist eine leichtere Alternative zum Frittieren.
Mi cocina entre mundos
Samosas gehören zur Küche Südasiens und existieren in vielen unterschiedlichen Varianten.
Dieses Rezept möchte keine streng traditionelle Version sein. Es ist eine einfache Anpassung für ein Abendessen zu Hause, mit gut erhältlichen Zutaten und im Ofen statt frittiert.
Genau das ist die Idee von Mi cocina entre mundos: bekannte Gerichte aufzugreifen, zu verstehen, was sie besonders macht, und sie so anzupassen, dass ihre Essenz erhalten bleibt.
